Am Dienstagmorgen haben die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) mit sofortiger Wirkung eine Versorgungssperre verhängt: Demnach wird die Anlage bis auf Weiteres nicht mehr mit Gas, Strom und Fernwärme beliefert, wie WSW-Sprecher Holger Stephan auf WZ-Nachfrage mitteilt. Monatelang habe man versucht, diesen Schritt zu umgehen, „aber leider ohne Erfolg“, erklärt Stephan. „Jetzt mussten wir aus wirtschaftlicher Sicht die Reißleine ziehen und die Versorgung einstellen.“ Dabei geht es offensichtlich um viel Geld: Den Zahlungsrückstand des Badbetreibers beziffern die WSW auf einen „fünfstelligen Betrag im oberen Bereich“. Wiederholt habe man mit Blick auf die ausstehenden Zahlungen die drohende Versorgungssperre schriftlich angekündigt – aber keine Antwort erhalten. „So blieb uns jetzt nichts anderes mehr übrig.“ Eine Einrichtung wie die Bergische Sonne vom Netz zu nehmen, falle naturgemäß nicht leicht.
Entsprechend sauer war die Kundschaft, die unverrichteter Dinge wieder den Heimweg antreten musste. Auch besorgte Abo-Kunden meldeten sich bei der WZ. Noch Ende Oktober hat die Geschäftsführung des Spaßbads Meldungen über wirtschaftliche Probleme und einen eingeschränkten Betrieb auf Nachfrage strikt zurückgewiesen.
Eine Stellungnahme des Badbetreibers war bis zum Dienstagabend weder telefonisch noch schriftlich zu erhalten. Per Aushang war unterdessen von einem technischen Defekt die Rede. Pikante Randnotiz: Die Bergische Sonne gehört zu jenen Großkunden, die erst vor kurzem neu an das millionenschwere Fernwärmenetz der Wuppertaler Stadtwerke auf den Südhöhen angeschlossen wurden und als langfristige Abnehmer einkalkuliert sind.




