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WZ-Newsline Umfrage

Was denken Sie über das geplante Kinderbildungsgesetz "Kibiz"?

96,6%

Das Gesetz macht eine vernünftige Arbeit unmöglich.

3,4%

Das Gesetz ist sinnvoll. Die Flexibilität von Gruppenarten und Betreuungszeiten steigt.

Stimmen Total: 901


 Umfragen-Übersicht
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  Petra Schmitt, Münster 14.09.2007 10:31
es ist positiv, das die Anzahl von Betreuungsplätzen unter 3 Jahren steigen soll, doch Quantität ist nicht Qualität. Das neue Gesetz lässt ein individuelles Zugehen auf Kinder nicht mehr zu, die Verringerung der Erzieherinnen und Erhöhung der Kinder pro Gruppe den frühzeitigen Bildungsanforderungen nicht mehr gerecht - die Bildungsqualität wird sinken. Das jeztige Kibiz-Gesetz ist kurzsichtig und mit heißer Nadel gestrickt - ich möchte heute kein Kind mehr sein.
 

  Sabine Klück, Düsseldorf 14.09.2007 09:12
Kinder sind unsere Zukunft - aber nicht, wenn auf ihre Kosten gespart wird und sie mehr verwahrt als qualitativ bertreut und gefördert werden. Und etwas anderes als eine Verwahrung ist mit dem neuen KiBiZ nicht zu erreichen. Was brauchen Kinder, die einen großen Teil ihres Tages in einer Einrichtung verbringen? Einen Ort zum Wohlfühlen, die Möglichkeit mit Unterstützung von ausreichend pädagogisch geschultem Fachpersonal zu selbstbewußten, eigenständigen, gefestigten Persönlichkeiten heranzuwachsen. Die Basis hierzu sollte eine individuelle Entwicklungsförderung sein. Doch kann es Inividualität in einer großen Gruppe mit noch weniger Bezugspersonen überhaupt geben? KiBiZ schafft mit Sicherheit nicht die richtigen Voraussetzungen für unsere Kinder, selbstbewußte,verantwortungsvolle Bürger unseres Landes zu werden. Kinder sind Zukunft???
 

  kai lemcke, Münster 13.09.2007 14:35
Das Kibiz ist ein Spar-gesetz in einem Bereich, der bereits vollständig unterfinanziert ist. Was soll also daran gut sein? Es bringt allenfalls quantitative (bestritten!) keine qualitativen Verbesserungen. Dagegen werden qualitativ gute Betreuungsformen (Kitas) zerschlagen. Nachdem ich anfänglich der Meinung war, das Gesetz sei nicht hinreichend durchdacht, bin ich jetzt der Überzeugung, daß das Gesetz in Vorwegnahme der demografischen Strukturen den teureren Teil der Kinderbetreuung mit Absicht vor die Wand fährt. In bestehenden Räumlichkeiten die Gruppenstruktur - Alter oder Anzahl - zu verändern, zieht erhebliche Kosten nach sich. Verringerte Personalkosten und verlängerte Öffnungszeiten sind nicht ohne Einbußen zu machen. Selbst die geringen Löhne des TVÖD sind so nicht dauerhaft möglich. Darüber hinaus wird die Chance vertan, kirchliche Kinderbetreuung durch staatliche Betreuung zu ersetzen, wie es in Fragen der Daseinsvorsorge sein sollte. Vermittlung christlicher Werte ist nicht Hauptziel frühkindlicher Betreuung. Ebenso wird die Chance vertan ein wenig näher an die europäischen Standards heranzurücken. Dies wird ohne grundlegendes Umdenken und erhebliches Geld nicht möglich sein. Bereits die Gelder für den Transrapid o. die verzockten Gelder der Sächsischen Landesbank oder der West LB würden aber schon erheblich weiterhelfen. Gefordert werden muß Verbesserung der Erzieherausbildung (akadem. o. gleichwertige Ausbildung und entsprechende Gehälter) und des Betreuungsschlüssels, es bedarf einer Finanzstruktur, die das sog. "Prekariat" gerade nicht davon abhält, Kinder ganztägige Einrichtungen besuchen zu lassen. Insgesamt ist ein Umdenken erforderlich, Kitas sind nicht nur Aufbewahrungsstätten mit "Freispiel" und Kaffeetrinken der Betreuer, sondern Bildungseinrichtungen (so jedenfall in Resteuropa). Insofern kann man eigentlich nicht ernsthaft über das Kibiz diskutieren - es ist schlicht lächerlich - wäre es nicht so traurig. Die Linie ist doch klar - ebenso wie im Schulwesen wird sich der, der es sich leisten kann, nicht die staatliche, sondern eine private Betreuung und Bildung in möglichst europäischer Qualität in Anspruch nehmen. Dies ist so gewollt. Amerikanische Verhältnisse - nur mehr Lohnnebenkosten und Steuern. Im übrigen - was heißt hier kein Geld, knapper Haushalt? Deutschland besaß als internationalen Wettbewerbsvorteil Organisations-know-how und Wissen. Reicht dafür die private Förderung der Eliten? Schönen Gruß und gute Nacht.
 

  Joachim Kremerskothen, Münster 13.09.2007 14:30
Frau Kastner und Herr Laschet, geben Sie endlich zu, dass sie mit dem Entwurf zum KIBIZ einen Bock geschossen haben und ziehen Sie den Entwurf in seiner jetzigen Form schleunigst zurück. Ehrlichkeit erhöht nämlich Akzeptanz! Und es soll tatsächlich Menschen geben, die mehr von Bildung und frühkindlicher Entwicklung verstehen als Politiker. Vielleicht sollten erstmal diese "Experten" befragt werden, bevor man mit realitätsfremden Gesetzesvorlagen Eltern, Erzieher/innen und Kinder verunsichert bzw. veränstigt.
 

  Meike Bock, Münster 13.09.2007 13:53
Das KiBiz ist ein Spargesetz. Qualitatives Arbeiten und vor allem die Förderung der sozial- emotionalen Entwicklung der Kinder wird unter diesen Bedingungen nicht mehr möglich sein. Kinder werden verwahrt statt betreut!
 
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