0 0
stellen
auto
immobilien
marktplatz
tiere
reisen
inserieren
LokalesWuppertalWuppertal - Das Spardiktat
27. März 2010 - 17:54 Uhr
Wuppertaler kämpfen für ihr Schauspielhaus
von Tanja Heil
Zum Welttheatertag versammelten sich Kunstinteressierte und Vertreter von mehr als 50 Häusern, um gemeinsam gegen die Schließung des Theaters zu protestieren.
 
 



Wuppertal. Noch nie waren so viele Theater in Wuppertal versammelt: Vertreter von über 50 Bühnen aus ganz Deutschland nahmen teilweise stundenlange Anfahrten auf sich, um ihre Solidarität mit den Wuppertaler Bühnen zu demonstrieren und gegen die Schließung des Schauspielhauses zu protestieren. „Kultur kostet, doch Unkultur kostet noch viel mehr“, sagte beispielsweise Sewan Latchinian, Intendant der Neuen Bühne Senftenberg.

Doch auch die Wuppertaler bekannten sich zu ihrem Theater: Geduldig standen sie am Schauspielhaus und in der Citykirche in der Schlange, bis in den überfüllten Sälen wieder Plätze frei wurden. Überall im Stadtgebiet sah man Menschen in den gelben T-Shirts mit der Aufschrift „Solidarität für das Wuppertaler Schauspiel“ oder mit dem entsprechenden Anstecker zwischen den sechs Spielstätten hin- und herlaufen. Einige waren sichtlich von außerhalb angereist und fragten nach dem Weg.

Wobei der Andrang ungleichmäßig verteilt war: Im Zentrum stauten sich die Leute, während in der Börse und in der Immanuelskirche immer genügend Plätze frei blieben. Umso intensiver jedoch applaudierten die Zuschauer mit den Gruppen und einzelnen Schauspielern. Viele hatten sich Ausschnitte passend zum Thema ausgesucht. Die Schauspieler der Neuen Bühne Senftenberg etwa plädierten mit Karl Valentin in der Immanuelskirche für einen „Theaterzwang“, der jeden Bürger täglich ins Theater treibe.

Beim Nationaltheater Mannheim erzählte ein Feuerwehrmann in der Citykirche von seiner Leidenschaft fürs Theater und die Burghofbühne Dinslaken bot „kostenlose Umarmungen“ unter dem Motto „Theater ist Liebe“ an. Andere wiederum präsentierten einen Appetithappen auf ein abwechslungsreiches, erfüllendes Programm. Mit Buh-Rufen hingegen wurde die kurzfristig anberaumte Rede von Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff bedacht, der für eine Neuverteilung der finanziellen Lasten zwischen Kommunen, Land und Bund plädierte und das Theater als Bildungsanstalt für Kinder und Jugendliche sah.

Gegen 17 Uhr sammelte sich eine große Menschenmenge vor dem Schauspielhaus zur gemeinsamen Kundgebung. Anschließend wurde eine Menschenkette vom Schauspielhaus in Elberfeld bis zum Opernhaus in Barmen gebildet.


Social-Bookmark setzen
del.icio.us Mister Wong YiGG Webnews Linkarena
 
 
Umfrage
Gefällt Ihnen das neue Design der Schwebebahn?
Ja
Nein
Das Design ist mir egal

 Kommentare lesen
Umfrage
Freuen Sie sich auf das große Fest zum Elberfelder Jubiläum?
Ja
Nein

 Kommentare lesen
Umfrage
Sollten ehrenamtlich organisierte Stadtfeste von GEMA besser behandelt werden?
Ja, die GEMA-Gebühren sind einfach zu hoch.
Nein, hier gillt gleiches Recht für alle.

 Kommentare lesen
Wuppertal. Als im Jahr 1527 das berühmte Garnprivileg unterzeichnet wurde, hatten sich an den Wupperwiesen schon längst etliche Bleichereien niedergelassen. Das kalkarme Wasser der Wupper sowie weite Wiesen im Tal – das waren beste Voraussetzungen für den Beginn der Wirtschaft an der Wupper. Die Wupper und die Arbeit...  mehr...
Umfrage
Nordbahntrasse: Sind die Forderungen der Naturschützer überhaupt erfüllbar?
Ja, das muss uns der Naturschutz wert sein.
Nein, das sind absurde Forderungen.

 Kommentare lesen
Elberfeld. 400-jähriges Bestehen feiert Elberfeld in diesem Jahr. Der Anlass wird Anfang September natürlich kräftig gefeiert und von der WZ entsprechend gewürdigt. Am besten geht das mit Hilfe der WZ-Leser. Die Redaktion sucht Elberfelder Geschichten. Heiteres oder Ernstes, Kurioses oder Geschichtliches, Anekdoten und Erinnerungen. Also mitgemacht, liebe Elberfelder: Was haben...  mehr...
Umfrage
Verunsichert Sie als Mieter ein Eigentümerwechsel?
Ja, denn dann drohen höhere Mieten.
Nein, es gibt schließlich gesetzliche Regelungen.

 Kommentare lesen
Wuppertal. Pünktlich zu Beginn der Sommerferien erwartet die Leser von wz-newsline ein neues Quiz über Wuppertal. Diesmal gilt es nicht, Fragen zu bestimmten Themen beantworten, sondern markante Wuppertaler Gebäude zu erkennen. Das ist doch einfach? Nicht ganz. Denn natürlich zeigen wir Ihnen nicht die komplette Gebäudeansicht, sondern nur einen kleinen Ausschnitt. Jetzt gilt's: Wie...  mehr...
Umfrage
Elisenfest, Feuertal - sollte die Hardt noch öfter zum Veranstaltungsort werden?
Ja, die Stadt könnte diese Veranstaltungsmöglichkeit noch besser vermarkten.
Nein, das würde der Hardt als städtisches Erholungsgebiet schaden.

 Kommentare lesen
Euer W.Zetti gibt es an dieser Stelle einfach mal zu: Er kommt an keiner Bimmelbahn vorbei. Ganz gleich, ob er in Bergen oder Cannes promeniert, ob’s regnet oder die Sonne scheint, wie auch immer die kleinen Bähnchen heißen, die Touristen in vollen Zügen genießen dürfen. Deshalb strahlte W.Zetti auch über...  mehr...
1. Auf der anderen Seite sitzt immer ein Mensch. Beleidigende, rufschädigende und bloßstellende Beiträge werden entfernt. Das heißt: Kommentare werden gelöscht, wenn sie andere etwa wegen ihres Geschlechts, ihres Alters, ihrer Sprache, ihrer Abstammung, ihrer religiösen Zugehörigkeit oder ihrer Weltanschauung diskriminieren oder ihnen beruflich schaden können.  2. Die allgemeinen Gesetze und...  mehr...
Mit den Wuppertaler Online-Seiten möchten wir Sie stets darüber auf dem Laufenden halten, was gerade in der Stadt passiert. Ob Baustelle, Unfall oder Blitz-Entscheidungen aus dem Rathaus - auf www.wz-wuppertal.de erfahren Sie es sofort. Ihre Anregungen sind uns wichtig. Wenn Sie Tipps, Themenwünsche oder Kritik  bezüglich...  mehr...