Wuppertal. Der Studentenausschuss (AStA) der Kirchlichen Hochschule (KiHo) schlägt Alarm. „Sackgasse Theorie“ und „Achtung! Verengtes Denken“ ist auf Flyern zu lesen, die verteilt werden: Laut Vorgabe des Kultusministeriums soll das Pfarramts-Studium zukünftig modularisiert werden.
Das heißt, dass in jedem Semester ein verpflichtendes Arbeitspensum mit einer festen Wochenstundenzahl erledigt werden muss – zusätzlich zu den drei Altsprachen Latein, Griechisch und Hebräisch, die eh schon gefordert werden.
Die angehenden Pfarrer fürchten viele Studienabbrecher, weil das Pensum nicht zu bewältigen sei. „Durch die Sprachen haben wir schon genug zu tun“, sagt AStA-Mitglied Sebastian Helwig. Jeden Tag müssten dafür allein fünf Stunden eingerechnet werden.
„Mit der Modularisierung geht die Freiheit unseres Studiums verloren“, sagt Maike Dressman vom AStA. So bliebe keine Zeit mehr, sich um persönliche Vorlieben, wie die Beschäftigung mit der Islamkunde zu befassen, auch das soziale Engagement, das für die angehenden Pfarrer wichtig sei, käme zu kurz.
Der Wuppertaler Protest ist Teil einer bundesweiten Protestaktion „Mobilisierung gegen Modularisierung“, die vom Studierendenrat Evangelische Theologie organisiert wird. Ziel der Aktion ist der im Oktober stattfindende Fakultätentag auf dem „Heiligen Berg“, bei dem sich alle theologischen Fakultäten treffen, um die Vorgaben des Kultusministeriums umzusetzen.
Semesterschlussgottesdienst: Donnerstag, 10. Juli, 19 Uhr, im Audimax, Missionsstraße 13. nd




